03. Juni – 07. Juni 2019

Ravens­brück Retreat

für Frauen

Phasellus viverra nulla ut metus varius laoreet. In dui magna, posuere eget, vestibulum et, tempor auctor, justo.Nulla neque dolor, sagittis eget, iaculis quis, molestie non, velit.

Ravensbrück Haus der Namen

Erinnerungs­kultur wachhalten

In Ravensbrück wurde von den Nazis das einzige Frauenkonzentrationslager eingerichtet. Die nach Ravensbrück deportierten Frauen stammten aus über 40 Nationen. Die dort Inhaftierten waren politisch aktiv und im Widerstand, hatten sich als Künstlerinnen, Politikerinnen, Schriftstellerinnnen betätigt, es waren Zeuginnen Jehovas, Jüdinnen, Sinti und Roma.

In einem Nebenlager, dem sogenannten Jugendschutzlager Uckermarck, einem Lager für Mädchen, die irgendwie auffällig geworden waren, wurden 1200 Mädchen unter furchtbaren Bedingungen weggesperrt. Dem Lager angeschlossen war ein Männerlager und das sogenannte Siemenslager, in welchem von den Inhaftierten Zwangsarbeit geleistet werden musste.

Fragen

Anmeldung

Wenn Sie sich für dieses Retreat interessieren, dann wenden Sie sich für weitere Informationen und bei Fragen bitte an anmeldung@ravensbrueck-retreat.org oder verwenden das Kontaktformular.

Kontakt

Bitte um weitere Informationen



Stimmen

double-quote-orange

DURCH DIE ZEUGNISSE DER FRAUEN

aus dem Camp, habe ich die Botschaft vernommen, dass es entscheidend war, eine klare Moral hochzuhalten und in diesem Zustand in Liebe verbunden zu bleiben. Dies war die einzige Möglichkeit, sich in dieser absoluten Wehrlosigkeit innerlich nicht zu ergeben und so Kraft aus dem Widerstand zu schöpfen und solidarisch mit anderen zu sein. Ich bin sehr dankbar, dass ich an diesem Retreat teilnehmen durfte und werde es wärmstens weiterempfehlen.

Barbara Wegmüller, Schweiz

double-quote-darkred

Liebe Frauen,

eure Worte und Beiträge berühren mich sehr und ich denke oft an die Zeit in Ravensbrück zurück! Dort ist so viel passiert, es hat so viel Berührung und Kontakt stattgefunden. Ich denke an den Elefanten aus dem Kreisgespräch, an Trauer und Schmerz, schwarze Steine, Erinnerungen, Vorstellungen, an Gut und Böse und die Frage, ob es das gibt. Aber auch an die seltsame Geborgenheit, an das intensive Gruppengefühl, an Vertrauen, an Worte ohne Worte und an Verstehen … vielleicht.

Anna Kalkowski

double-quote-darkred

Für mich ist Ravensbrück ein Ort

der Auseinandersetzung mit Täterinnenschaft und auch mit Solidarität unter Frauen. Geschichten, die wir hörten. Namen, die wir lasen. Orte, an denen wir uns mit dem konkreten Leiden verbanden. Dem Boden des Lagers in Meditation zuhören. Und auch auf dem Boden des SS‑Führerhauses sitzen. Im Kreisgespräch teilen, was uns bewegt. Zuhören lernen, immer wieder noch tiefer und tiefer. Trauern und gedenken. Ich freue mich immer noch auf stille Weise über die farbenfrohen Blumen im Krematorium und die Tara-Mantras, denen dort nistende Vögel lauschten.

Sabine Müller, Bremen

double-quote-orange

„Ich wohne hier

– bis Freitag“, antwortete ich der Mitarbeiterin im Mahnmal-Shop als sie mich fragte, ob ich schon auf dem Gelände gewesen sei. Die Wortwahl erstaunte mich im Moment des Aussprechens. Doch wohnt(e) ein Teil von mir noch länger da. Häufig denke ich früh beim Aufwachen, ich wäre noch in Ravensbrück.

Inge Wolf-Kuegel

double-quote-orange

Ein Gang durch die Ausstellungen

in Ravensbrück, die Lektüre der Bücher über dieses KZ und die Bedingungen unter denen die Frauen lebten, zeigt unendlich viel Leid. Es gab so viel Elend und Grausamkeit, es gab Hunger, Durst, eisige Kälte und Schmerz. Es gab Neid und Angst und grenzenloses Misstrauen. Es war ein unmenschliches Dasein, ein ständiger Versuch einfach zu überleben, das eigene Leben zu retten. Mitgefühl und ein Füreinander-Dasein waren selten.

Und doch gab es auch sie … die Geisterfrauen … die leise, still und heimlich, lautlos und unerkannt im Verborgenen Gutes taten. Die kleine Wunder geschehen ließen, die eine Kante Brot, ein paar Kartoffeln oder Äpfel verteilten, die halfen, obwohl sie dafür brutale Strafen erwarten mussten. Niemand wusste wer sie waren, niemand wusste wie sie sich organisierten, miteinander kommunizierten. Doch sie schafften das Wunder – inmitten der Ohnmacht gab es die Macht tiefster Überzeugungen, die nicht aufgegeben wurden, inmitten der Verzweiflung die Hoffnung auf Menschlichkeit. Sie waren Pfadfinderinnen gewesen – und geblieben.

Birgit Tabea Levi

Weiteres

Literatur

Sarah Helm | Ohne Haar und ohne Namen: Im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück | Sarah Helm über „Ohne Haar und ohne Namen“ (Youtube)

Carolin Emcke | Weil es sagbar ist: Über Zeugenschaft und Gerechtigkeit | Link zum Verlag | Website Carolin Emcke

Loretta Walz | Und dann kommst Du dahin an einem schönen Sommertag: Die Frauen von Ravensbrück | Website Loretta Walz

Simone Erpel (Hrsg.) | Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück | Link zum Verlag